Infos zum Rollski- u. Cross-Skating-Sport

Ursprünglich wurden Rollski entwickelt als Trainingsgerät für die Sportler der nordischen Disziplinen (Langlauf, Biathlon, Nordische  Kombination) in der schneefreien Zeit. Inzwischen nutzen sehr viele diese Sportgeräte zum intensiven Ganzjahres- und Ganzkörpertraining. Seit etwa ab 2005/2006 die sog. Cross-Skates (welche im Grunde eine Mischform zwischen Rollski und Inlineskates sind) auf den Markt kamen, hat sich die Zielgruppe für den nordischen Rollsport nochmals deutlich vergrößert. Im Unterschied zu den grundsätzlich ungebremsten Rollski, verfügen Cross-Skates über eine bis zwei montierte und sehr wirksame Bremse/n und werden mit normalen Freizeit- oder Sportschuhen gefahren. Rollski werden mit Langlaufschuhen und der passenden Langlaufbindung gefahren/gelaufen und bieten durch die freie Ferse logischerweise ein echteres Langlauf-Feeling, als Cross-Skates, welche keinen Fersenhochgang haben. Cross-Skates sind daher im Handling etwas einfacher zu fahren und bieten gerade für Anfänger und Einsteiger ein gewisses Maß an mehr (gefühlter, sujektiver) Sicherheit und Stabilität, als gewöhnliche Rollski. Die Vorteile von Cross-Skates kommen aber schnell an ihre Grenzen, wenn man das Gesamtgewicht mit dem eines Rollskis vergleicht. Hier schneiden klar die Rollski besser ab. Es hängt also vor allem auch davon ab, wofür man trainieren will. Geht es um eine Ergänzung, bzw. Vorbereitung zum winterlichen Skilanglauf, dann sollte man eher zum Rollskilaufen übergehen, fährt man gerne als Tourenfahrer auch in eher unbekanntes Gebiet, sind sicher Cross-Skates die bessere Wahl, evtl. sogar in den Ausführungen mit 200mm-Rädern, da noch geländegängiger als die Standardräder in Größe 150mm.


Schon ein zweimaliges Cross-Skaten/Skirollern pro Woche bringt - beständig über einen längeren Zeitraum (am besten das ganze Jahr hindurch) durchgeführt - enorme Erfolge in Punkto Formaufbau. Fahren im Gelände kostet logischerweise noch etwas mehr Kraft und verstärkt diesen Effekt nochmals deutlich.

 

ABER: nicht nach dem Motto „viel hilft viel“ trainieren. Die generelle Empfehlung ist, dass man im Sommerhalbjahr nicht öfter als zweimal pro Woche off-road unterwegs sein sollte, on-road kann bis zu viermal trainiert werden. Im Winterhalbjahr sollte man das Cross-Skaten/Skirollern nicht gänzlich einstellen: ein bis zweimal pro Woche erhält die Grundlagen der Form und der Technik. Sinnvoll ist hier, zwischen November und März nur auf festem Untergrund zu fahren (Asphalt- u. Betonwege).

 

Cross-Skaten/Rollskilaufen ist nicht besonders schwierig, aber auch auf keinen Fall so einfach, dass man es sich allein im „do-it-yourself“-Verfahren beibringen kann. Man sollte zum Einstieg in den Sport auf jeden Fall mindestens einen mehrstündigen Anfänger- oder Einsteigerkurs besucht haben. Dort bekommt man alles nötige anschaulich vermittelt und ist sehr bald in der Lage alleine zu üben und später auch zu trainieren.

 

Die meisten werden sicher nach nur einem einzigen Kurs nicht sofort die notwendige und erforderliche Sicherheit haben, ins eigentliche Cross-Skaten/Rollskilaufen einzusteigen. Seriöse Kursangebote werden also eher aus mehreren Modulen bestehen die langsam und behutsam aufeinander aufbauen und somit eine bessere Vertrautheit mit dem Sportgerät herstellen.

 

Grundsätzlich gilt, dass vor allem das beständige und unbedingt regelmäßige Üben am Anfang langfristig die besten Grundlagen für Freude und Spaß am tollen Cross-Skating-Sport und/oder dem Rollskilaufen legt. Geduld mit sich selbst ist ebenfalls ein enorm wichtiger Faktor. Es ist noch kein Cross-Skating- und Rollski-Meister vom Himmel gefallen. Am Anfang steht die erforderliche Mühe und Konzentration auf das wesentliche. Mit der Zeit wird man fast wie von allein soweit mit der Sportart vertraut, dass man erstaunt feststellen wird, welches Potential hierin steckt. Die mittel- u. langfristigen Ergebnisse (Fitness, Form, Gewicht, Figur, Muskulatur, Koordination/Gleichgewicht, Körpergefühl) die man mit regelmäßigem Cross-Skating oder Rollskilaufen erzielt, sind mit eigentlich keiner anderen Ganzjahrestrainingsmethode erreichbar. Schon gar nicht im Vergleich zwischen (Zeit-) Aufwand und Ertrag. IMMER an der frischen Luft!

"Was machen die denn da?"

(vollständige Textfassung der Pressemitteilung zum einjährigen Bestehen von RoLaRe-Sport Frühjahr 2020)

„... was machen die denn da? – sieht aus wie Skilanglauf ohne Schnee...“

 

... so oder ähnlich werden die Kursteilnehmer und die Clubmitglieder von RoLaRe-Sport immer wieder angesprochen, wenn diese auf Feld-, Wald-, und Radwegen auf Radfahrer, Jogger oder Spaziergänger treffen.

 

Seit einem Jahr, also seit Januar 2019, bietet RoLaRe-Sport (das Kürzel „RoLaRe“ setzt sich zusammen aus Rollskilaufen, Langlauf und Rennradsport) im zentralen Rhein-Main-Gebiet diverse Kurse für Einsteiger und Fortgeschrittene, sowie ein ganzjährig betreutes Club-Trainingssystem an.

 

<